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SUMMER-of-ENGINEERING 2019

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SUMMER-of-ENGINEERING 2019

INVESTITIONEN IN

INVESTITIONEN IN INDUSTRIE 4.0 KÖNNEN SICH NACH 1 JAHR AMORTISIEREN – (K)EINE FRAGE DER WIRTSCHAFTLICHKEIT Der SEF Smart Electronic Factory e. V. ist eine Industrie-4.0-Initiative, an der sich neben namhaften Unternehmen auch universitäre Forschungseinrichtungen wie die Technische Hochschule Mittelhessen und die Westsächsische Hochschule Zwickau beteiligen. Der Verein betreibt eine Industrie-4.0-Forschungs- und Entwicklungsplattform die dazu dient, die Anforderungen der Industrie 4.0 umzusetzen und die entwickelten Lösungen sowie Standards dem Mittelstand zugänglich zu machen. So entstehen Industrie-4.0-Lösungen, die in Fabriken ihre Anwendung finden. Anhand von Praxisbeispielen zeigt der Verein – wie auf der Hannover Messe 2018 – die durchgängige horizontale Vernetzung, also vom Kundenauftrag bis zum Service, sowie die vertikale Vernetzung vom Sensor über eine IoT-Plattform über das MES bis zum Leitstand. In dem Showcase wurde ein kollaborierender Roboter in einer Montagesequenz der Informationsfluss von Sensor-, MES- und ERP-Daten demonstriert. Dabei wird der Produktionsfortschritt überprüft, Störungen werden überwacht und analysiert, so dass Service, Wartung und Maschinenverfügbarkeit im Sinne von Predictive Maintenance unterstützt werden. Der Kunde ist in den Fortschritt seiner Bestellung eingebunden und erhält auch mobil Information über den Zustand seines Auftrags. Diese Anwendungen zeigen beispielhaft, wie durch eine durchgängige Vernetzung Mehrwerte in der Produktion entstehen und die Herausforderungen für den Mittelstand durch die zunehmende Digitalisierung und Möglichkeiten der Integration vorhandener Maschinen und Anlagen in cyber-physische Produktionssysteme realisiert werden können. Weiterlesen unter: www.summer-of-engineering.de/news6 NEWS AND STORIES SIND REGIONALE KMUS BEREIT FÜR DEN DIGITALEN WANDEL? REGIONALE INDUSTRIE BEI DIGITALEN GESCHÄFTSMODELLEN FÜHREND Eine Studie aus 2017 des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung im Auftrag der Industrieund Handelskammer (IHK) Region Stuttgart bestätigt die Spitzenposition produzierender Unternehmen in der Metropolregion Stuttgart als Anbieter digitaler Geschäftsmodelle im Vergleich zu anderen Metropolregionen München, Rhein-Ruhr und Nord (umfasst die Metropolregionen Hamburg, Bremen/Oldenburg sowie Hannover/ Braunschweig/Göttingen/Wolfsburg). Diese Spitzenposition basiert auf einer hohen Innovationsfähigkeit für digitale Geschäftsmodelle der produzierenden kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie technischen Dienstleister – vor allem im Bereich Maschinenbau und Elektrotechnik. „Unsere KMU scheinen stärker als andere darin zu sein, Geschäftsmodelle mit digitalen Techniken zu verknüpfen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Richter. Die Studie deckt jedoch auch deutliche Schwachstellen auf. „Zwei Drittel der untersuchten KMU sind hochgradig von ihrem Hauptgeschäftsmodell abhängig, weil es für mehr als 75 % ihres Umsatzes steht. Hierdurch können selbst kleinere Markteinbrüche große Auswirkungen haben“, erklärt Richter. Weiterlesen unter: www.summer-of-engineering.de/news7 8 SUMMER of ENGINEERING 2019

NEWS&STORIES SOLL DER BORDCOMPUTER EINES AUTONOMEN FAHRZEUGS SEINE INSASSEN ZUR NOT IN DEN TOD LENKEN? LÄSST SICH DIE ENTSCHEIDUNG EINES COMPUTERS MORALISCH RECHTFERTIGEN? Schon bald könnten vergleichbare Fahrzeuge in brenzligen Situationen moralische Entscheidungen treffen müssen. Wissenschaftler des Instituts für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück legen nun, ausgehend von menschlichen Entscheidungen, eine Studie zur normativen Ethik selbstfahrender Fahrzeuge vor. „Autonome selbstfahrende Autos werden die erste Generation von Robotern sein, die moralische Entscheidungen mitten in unserer Gesellschaft treffen. Es ist deshalb dringend notwendig, Regeln und mögliche Handlungsweisen für autonome Fahrzeuge zu entwickeln, die festlegen, wie sich solche Maschinen in unausweichlichen Unfallsituationen verhalten sollen“, so die Verfasser der Studie Prof. Dr. Peter König und Maximilian Wächter vom Institut für Kognitionswissenschaft. Die autonome Technik wird die Zahl der jährlichen Verkehrsopfer nach Schätzungen um 90 % senken. Dennoch wird es auch zu kritischen Situationen kommen, bei denen ein zwar Unfall nicht zu vermeiden ist, aber die Anzahl und Schwere der Verletzungen der möglichen Opfer vergleichbar geringer ist. Weiterlesen unter: www.summer-of-engineering.de/news8 THEMA CYBERSICHERHEIT IST IN DER ELEKTROINDUSTRIE ANGEKOMMEN Um die Aufmerksamkeit für das Thema Cybersicherheit in der Elektroindustrie zu erhöhen, hat der ZVEI gemeinsam mit dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) ein Sicherheitslagebild für die deutsche Elektroindustrie erstellt. Damit erweitert der Verband sein 2016 veröffentlichtes Pilotprojekt „Sicherheitslagebild im Fachverband Automation“, bei dem die Mitgliedsunternehmen zu ihrem Status quo in der Cybersicherheit befragt wurden, auf die gesamte Branche. „Positiv ist, dass das Thema Cybersicherheit definitiv in der Branche angekommen ist – 88 % der Teilnehmer geben an, dass es ein Topthema der Geschäftsführung ist“, so Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. „Das zeigt sich auch in den steigenden Budgets, die sowohl in Technik als auch in Prozesse und Know-how Bild: Fotolia/Maksim Kabakou investiert werden.“ Welche Relevanz das Thema hat, wird in der Umfrage deutlich: 60 % der Unternehmen waren in den vergangenen zwei Jahren von Trojanern oder Ransomware betroffen. Bemerkenswert ist aus Sicht des ZVEI, dass sowohl im Büro- als auch im Produktionsumfeld Schwachstellen in der eingesetzten Software eine Hauptursache für Vorfälle sind. Damit gewinnt die Bewertung und Prüfung von eingekaufter Soft- und Hardware in der Branche an Bedeutung. „Als Gründe für fehlende Investitionen in Cybersicherheitslösungen werden vor allem die Inkompatibilität von Lösungen mit dem Bestand sowie die Intransparenz des Markts genannt“, erläutert Dr. Mittelbach. „Hier müssen Anbieter an Verbesserungen arbeiten.“ Weiterlesen unter: www.summer-of-engineering.de/news9 SUMMER of ENGINEERING 2019 9

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